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Gault-Millau

Auszug Gault-Millau 2009

Die «Sonne» im idyllischen Scheunenberg am Rande des Limpachtals ist ein mächtiges altes Haus inmitten von grünen Feldern. Hier wird man von der Hausherrin Iris Mösching, einer gebürtigen Dänin, freundlich und fröhlich empfangen. Dass man sich wohlfühlt, hat aber auch mit der Küche Kurt Mösching zu tun. Sie hat uns begeistert. Und ist den 17. Punkt wert.

Obwohl die beiden Menüs (einmal Fisch, einmal quer durch die Landschaft) reizvoll schienen, entschieden wir uns für A-la-carte-Gerichte. Wir begannen mit einem Krabbentartar, zu dem eine zweifarbige Tomatenmousse serviert wurde. Eine spannende Kombination mit schönen Kontrasten, die Krabben hätten allerdings etwas mehr Würze vertragen. Makellos dafür die Wachtelbrust mit gebratener Entenleber auf Puy-Linsen. Der Wolfsbarsch auf Blattspinat mit Artischocken und getrockneten Tomaten sowie Kurkuma-Kartoffeln war handwerklich perfekt, das Gericht vereinigte aber auch viele Geschmacksnoten. Voll überzeugte dafür das Reh-Entrecote mit Pilzen, Feigen und einem sensationellen Melonenconfit; von den Nudeln an ganz leichter, würziger Rahmsauce hätten wir noch ein paar Gabeln mehr essen mögen. Dafür blieb noch Platz für eine hervorragende Mousse au chocolat und ein leckeren, eher deftigen Beerengratin mit Erdbeermousse und Basilikumglace.

Die Weinkarte ist ausgezeichnet, die Preise sind zwar für eine so ländliche Umgebung ziemlich gehoben, doch man zahlt hier gern ein paar Franken mehr.